Tag 2 – Motzfrei

Also es ist schon spat, daher hier der Short Cut:

Anspruchsniveau des Tages bzgl Motzens:    hoch 

Innere Angespanntheit während stressiger Situationen:    4

Tonfall beim Lösen der Situationen:  4

Laune über den Tag verteilt: 3

Abwesenheit von „Motzen“: 3

Note insgesamt für Donnerstag, den 10. Mai 2017: 4

 

Das lief echt schlechter als gestern, das find ich ganz schön blöd….der Tag heute war aber auch echt anstrengender als der Gestrige. Das lag vor allen Dingen an meinem Beziehungskonflikt, der dem Tag zugrunde lag und einem mal schnell die Laune versauen kann. WOBEI ich sagen muss, dass ich das heute das erste Mal vernünftig hinbekommen habe; mich von der schlechten Laune des Mannes und seinem „ich häng mich in die Opferrolle, bleib da und bestrafe konsequenterweise alle mit meiner Anwesenheit“ nicht dauerhaft runterziehen zu lassen. Früher war ich schnell dabei dann ganz verwurstelt und ohne es selbst so richtig zu schnallen über die Kinder dem anderen mitzuteilen WIE schlecht er mich fühlen lässt. Das ist voll bescheuert, und ich würde sogar sagen, pathologisch. Bis ich da selbst hinter gestiegen war, das hat ordentlich gedauert, es dann zu ändern ist ein immer noch laufender Prozess.

Von daher eigentlich doch bahnbrechend gewesen heute, aber ich bleibe dabei. Mehr als „ausreichend“ wird es nicht.

Ich hatte allerdings ein echt cooles Schlüsselerlebnis, das ich unbedingt mit euch teilen muss:

In der Mittagspause, also der Minimann und das Bernsteinkind schlafen gerade, sitze ich mit Jademaus unter dem Carport, weil es so einen schönen Sommerregen gab und wir uns den angucken und vor allem riechen wollten, da sagt sie „Ich renn da jetzt durch!“ – gemeint war der Regen und die nasse Auffahrt und so. Und ich schnatterte voll automatisch zurück „Nein, das machst du auf keinen Fall, es ist viel zu nass und regnet stark!“……und kaum hatte ich es gesagt, dachte ich WAS EIN SCHEISS – und wenn schon, dann zieh ich sie um! Durch den Regen tanzen muss man unbedingt machen, es ist so schön und gar nicht verboten. Und prompt hab ich meine Aussage revidiert und das Verbot zum Gebot gemacht.

Das war ein super Gefühl, mich selbst ertappt und verbessert zu haben.

Daraus folgt sofort mein Tipp des Tages:

“ Überprüft mindestens einmal am Tag eine Aussage gegenüber eures Kindes und revidiert sie, wenn es Quatsch ist.“

Das macht extrem frei. Versprochen.