Der Unterschied zwischen „ärger dich nicht“ und Geradlinigkeit

Es ist ja normal, gerade innerhalb enger Freundschaften oder auch familiärer Bindungen, kommt es immer mal wieder zu Missverständnissen. Das ist total normal und menschlich und auf gewisse Art und Weise ist das sogar gut. Denn jeder dieser „Krisen“ birgt eine riesige Chance. Hat man das generell erst einmal verstanden sieht man im Leben plötzlich einen großen Spielplatz auf dem es darum geht seine Fähigkeiten und vor allen Dingen am Ende sein Wesen, seine Menschlichkeit und seine Persönlichkeit zu finden, zu entwickeln und zu vervollkommnen. Spielplatz deshalb weil es nur spielerisch klappt diese Ziele zu erreichen, niemals im Sinne einer Ernsthaftigkeit oder „Karriere“.

Bevor man das versteht werfen einen solcherlei Konflikte oftmals in ein Loch oder mindestens einen Schritt zurück, weil man irrigerweise glaubt, ein Leben mit Konflikten sei weniger harmonisch, weniger schön, weniger lebenswert. Das Gegenteil ist der Fall. Entscheidend ist dabei allerdings die Herangehensweise, die Gedanken mit denen ich zu diesem Konflikt stehe und die ich erlaube sich in mir weiter zu entwickeln und natürlich am Ende die Art und Weise wie ich mit der Sache umgehe.

Schon der große Marc Aurel – und Junge, der ist schon lange tot und über jeden Konflikt erhaben – sagte:

„Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.“

Und recht hat er. Genau so sieht es aus. Es sind die eigenen Gedanken über uns selbst, über unsere Mitmenschen und das Miteinander mit ihnen, die alles entscheiden. Die Betonung liegt dabei auf EIGENEN.

Letztendlich, weshalb ich diese Zeilen schreibe, habe ich einen kürzlich aufgetretenen Konflikt genutzt und seine Chance erkannt. Es war eben jene, die eigene Position zu erklären und Klartext zu sprechen ohne in Bösartigkeiten abzuschweifen.

Wie so oft wurde dabei mein eigenenes „klar sein“ so interpretiert, als wäre ich noch im Ärger geblieben und voller Groll. Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch meine Herangehensweise, durch das Direktive, durch das Lenken meiner Gedanken in die Konstruktivität, bleibt mir gar keine Zeit für Ärger. Über diese Entwicklungsstufe bin ich persönlich schon lange hinaus. Aber ich bin auf einer Stufe angelangt in der ich eben nicht an Beziehungen festhalte, die mir nicht gut tun, egal wie verwoben sie scheinen. Ich beziehe meinen Standpunkt, ich setze meine Prioritäten, damit ziehe ich immer mehr Menschen in mein Leben, die genauso sind und das ist ziemlich cool. Alle anderen, alle die das alte Spiel von Scharade und „so tun als ob, weil es sich so gehört“ spielen wollen, die können das gerne tun, aber eben ohne mich. Das hat nichts mit ärgern zu tun, nichts mit beleidigt sein, nichts mit all dem destruktiven Kram. Es ist nur ehrlich und gerade und ein perfekter Filter für gute und schlechte Energie in meinem Leben.

Damit bereichere ich mich, mein Leben und letztendlich alle die um mich herum bleiben oder neu dazu kommen. Denn die Farbe meiner Seele ist mir heilig, und auch das wusste der liebe Marc schon:

“Auf die Dauer der Zeit
nimmt die Seele
die Farbe deiner Gedanken an.“

Meine Seele bekommt immer mehr die Lieblinsgfarbe meines großen Jadekindes: BUNT!

Hier ist kein Platz für Schatten, Dunkel, oder Grau.