Aufruf zur Motzfrei Challenge {Lesezeit 2 Minuten}

Warum ist man eigentlich an einem Tag sehr gut drauf und an einem anderen nicht? Warum nerven mich an Tag A (dem scheiße-drauf-Tag) schon Kleinigkeiten absolut, wohingegen mich an Tag B (dem alles-ist-geil-Tag) nichts aus der Ruhe bringen kann? Klar, die Antwort darauf könnte heißen: zu wenig Schlaf, Kopfschmerzen, ich fühl mich krank, das Auto ist nicht angesprungen, blablabla…das ist aber falsch und gelogen noch dazu. Denn wenn ich Tag B erwische, dann ist es egal wie viel ich geschlafen habe oder ob der Kopf weh tut oder was das Auto macht – da lach‘ ich drüber.

Also hier die ehrliche Antwort- der GRUND, der ehrliche echte wahre Grund für die Tage der Variante A liegt NIE im außen, nie! Sondern immer in euch drin und ganz gemein; in euren Gedanken. Und noch gemeiner: ihr merkt manchmal gar nicht was ihr da denkt. Das denkt euch einfach…und dann seid ihr in ner scheiß Stimmung und weil alles immer nur noch schlimmer wird, denkt es auch immer nur noch schlimmer in euch. Das sind diese herrlichen Selbstgespräche a la „das ja jetzt auch wieder typisch, dass mir das passiert“ „ich kann nicht mehr“ „das scheiß Auto, ich hab meinem Mann gleich gesagt, der soll das verkaufen“ Blabla bla.

Und was wird aus euren Gedanken? Aus euren Gedanken werden eure Gefühle. Das ist kein Witz. Das ist Biochemie. Das könnt ihr im ganzen WWW nachlesen. Hört man trotzdem zu wenig.

Und was wird aus euren Gefühlen? Genau, eure Worte. Und dann eure Handlungen. Und wer bekommt so schlecht gelaunte Handlungen dann ab? Richtig, die kleinsten Blitzableiter der Welt. Kinder. Auch noch die eigenen. Schäm dich Aline, sag ich da zu mir selbst. Du bist echt das größte, dämlichste ArschlochMuttertier, das ich je selbst gewesen bin.

Ich meine das ernst, gestern war wieder so ein Tag. Alles war doof. Alles war ätzend. Natürlich hatte ich schlecht geschlafen, aber das war nicht der scheiß Grund. Der war in meinem Kopf, es waren meine Gedanken, dann meine Gefühle und dann meine Worte und dann meine Handlungen. Und natürlich ging gestern viel schief. Da wurde ein Töpfchen mit Pipi verschüttet, da wurde wegen Zahnweh kein Mittagsschlaf gemacht, da ging der geliebte Armreif zu Bruch und es gab ewige Tränen, da spulte die Mama zu weit die Heidikassette vor und schon wieder Tränen.

Und was hab ich gemacht, ich hab gemotzt und gemeckert und gemotzt. Dadurch dem negativen Gedankenkarussel in meinem Kopf ordentlich Anschwung gegeben. Ich schäme mich wirklich , dass hier laut zu schreiben sozusagen, aber es ist so. Ich hab so viel Ahnung von Kids, vom Leben, vom Sein und doch verkack ich es regelmäßig.

Also, was ist wohl gestern dabei rausgekommen? Richtig, ein richtiger scheiß Tag. Abends saß ich heulend auf dem Sofa und hab mir eine Sache geschworen:

DAS PASSIERT MIR NIE WIEDER. AB HEUTE IST SCHLUSS.

 

Sei verdammt nochmal die Mutter, von der du möchtest, dass sich deine Kinder an sie erinnern.

Deshalb diese Challenge. 66 Tage Motzfrei. Die Harvard University bzw die schlauen Köpfe darin haben bewiesen, es dauert 66 Tage um ein Verhalten zu ändern und zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Und jetzt geht es los. Ich hab mir verschiedene Tools und Gamechanger wie Meditation, schreiben eines Journals, Sport etc überlegt um die Sache wirklich an der Wurzel zu packen.

Wir starten morgen Amigas, wer ist dabei?

Autor:

Jahrgang 79. Verheiratet. 3 Kinder. 1 Hund. Ich habe zu bloggen begonnen, weil ich selbst gerne in Blogs stöbere. Toll wäre wenn man tatsächlich ins Gespräch über Familie, Kinder, Erziehung, ...mit euch kommen könnte. Ansonsten benutze ich den Blog als eine Art "Notiz an mich selbst" und mache das ganz einfach aus Spaß!

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